Was passiert, wenn KI deine Finanzen wirklich kennt?

Künstliche Intelligenz verändert bereits, wie wir arbeiten, lernen und unseren Alltag meistern. Als Nächstes ist das Geldmanagement dran: Niemand will Finanztheorie, wir brauchen klare Antworten zum eigenen Konto.
 
Genau das erklärt das wachsende Interesse am Zusammenspiel von KI und persönlichen Finanzen. Wir haben mit Simon Pelletier, Head of Product bei Yuh, über Yuhlia, den KI-Assistenten in der Yuh-App, gesprochen. Dabei wurde klar, was KI jenseits des Hypes konkret für deine Finanzen tun kann.

Kann KI wirklich bei den persönlichen Finanzen helfen?

Kurz gesagt: Ja, und zwar nicht nur theoretisch. All diese wenig glamourösen Aufgaben, für die man früher den Sonntagnachmittag über einer Tabelle vergeudete, bekommt moderne KI schon ziemlich gut hin. Dazu gehören: Transaktionen sortieren, Ausgabenmuster erkennen, Sparpotenzial aufzeigen und Finanzinformationen einfach und verständlich erklären.
 

Genau deshalb gehören «KI persönliche Finanzen» und «Budgetplanung mit KI» derzeit zu den beliebtesten Suchbegriffen im Finanzbereich. Die Menschen suchen keinen Roboter, der ihre Bank ersetzt. Sie wollen schneller und unkomplizierter Antworten auf Fragen wie «Wo ist mein Geld geblieben?» oder «Könnte ich mehr sparen?» Eine gute App für persönliche Finanzen verwahrt dein Geld nicht einfach nur, sondern hilft dir, den Überblick zu behalten.
 

«Viele unterschätzen, wie wirkungsvoll KI dabei helfen kann, gesündere Finanzgewohnheiten zu entwickeln», erklärt Simon. KI ersetzt kein Finanzwissen, sondern macht es leichter zugänglich. Du musst keine Finanzbegriffe wie «Entwicklung wiederkehrender Ausgaben» verstehen. Du musst nur die richtige Frage stellen. Genau darin liegt der grundlegende Wandel und genau dieser Gedanke hat auch die Entwicklung von Yuhlia bei Yuh geprägt.

Warum hat Yuh eine KI entwickelt, die direkt in deinem Konto steckt?

Am Anfang stand ein einfaches Problem: Die meisten Menschen wissen gar nicht genau, wohin ihr Geld eigentlich fliesst. «Unser Ziel war es, unseren Kundinnen und Kunden einen persönlichen Finanzassistenten direkt in die Tasche zu geben», erklärt Simon. «Ausgabegewohnheiten, Sparmöglichkeiten, Finanzverhalten: Wir wollten den Leuten echte Einblicke geben und zeigen, was mit ihrem Geld passiert.»
Das Ergebnis ist Yuhlia. Sie ist rund um die Uhr für dich da und beantwortet Fragen zu deinem Konto, deinen Ausgaben oder deinen Anlagen. Simon bringt es so auf den Punkt: «Yuhlia ist wie eine persönlicher Finanzberaterin, mit der du dich jederzeit austauschen kannst.»

Yuhlia vs. ChatGPT: Was sind die Unterschiede?

Eine berechtigte Frage, schliesslich sind generische KI-Tools heute allgegenwärtig. Der entscheidende Unterschied liegt im Kontext. ChatGPT ist smart, weiss aber nichts über deine Finanzen, wenn du nicht jedes Mal alle nötigen Informationen bereitstellst.
 
«Yuhlia ist direkt in dein Yuh-Konto integriert», erklärt Simon. «Sie hat Zugriff auf die handfesten Daten hinter deinem Geld.» Du brauchst keine Kontoauszüge zu exportieren, und auch das Copy and Paste deiner Transaktionen bleibt dir erspart. Yuhlia hat bereits alles, was sie braucht.

Was du Yuhlia konkret fragen kannst

Jetzt wird es richtig praktisch. Frag Yuhlia zum Beispiel:
 
  • Wie viel habe ich diesen Monat in Restaurants ausgegeben?
  • Wie hoch sind meine Dividendenerträge dieses Jahr?
  • Wo könnte ich Geld sparen?
  • Was sind meine grössten wiederkehrenden Ausgaben?
  • Für welche Abos zahle ich?
  • In welcher Ausgabenkategorie sind meine Ausgaben am stärksten gestiegen?
  • Könnte ich pro Monat mehr investieren?
  • Zeig mir, wo sich die Inflation auf mein Budget auswirkt
Eine Anleitung brauchst du dafür nicht. «Das Tolle an LLMs ist, dass man sich ganz natürlich mit ihnen unterhalten kann», freut sich Simon. «Stell deine Frage einfach so, wie du sie einem Menschen stellen würdest, und Yuhlia antwortet.»
 
Wenn du Yuhlia nur eine einzige Aufgabe gibst, dann diese: Lass Yuhlia deine Ausgaben der letzten sechs Monate analysieren und dir zeigen, wo du mehr sparen oder investieren könntest. Die Frage ist simpel, aber die Antwort kann erstaunliche Erkenntnisse liefern: Du siehst, wie viel Geld für Dinge draufgegangen ist, auf die du gut hättest verzichten können, und was du mit dieser Summe hättest erreichen können.
Unsere Yuhsers bleiben am Steuer, Yuhlia unterstützt sie lediglich. Wie ein GPS im Auto hilft sie dabei, ans Ziel zu kommen. Aber am Ende fährt man immer noch selbst.

Finanzgewohnheiten, die bleiben

Jetzt erfährst du etwas, das wichtiger ist als jede einzelne Erkenntnis für sich genommen: Gewohnheiten sind wichtiger als Perfektion. «Finanzieller Wohlstand entsteht vor allem durch kleine Veränderungen und Gewohnheiten, die du mit der Zeit entwickelst», erläutert Simon. Eine einzelne Erkenntnis ist hilfreich. Der wahre Wert liegt aber in kleinen, wiederholbaren Schritten, die sich mit der Zeit summieren.
 
Dahinter steckt noch ein grösserer Gedanke, der Simon besonders wichtig ist: Viele unterschätzen, was KI hier tatsächlich ersetzen kann. «KI verschafft dir Einblicke auf professionellem Niveau, sodass du nicht mehr auf teure, überbezahlte Berater angewiesen bist», fügt er hinzu. Mit anderen Worten: Das ist nicht einfach ein nettes Extra für dein Konto. Es ist eine Form der Unterstützung für dein finanzielles Wohlbefinden, für die du früher tief in die Tasche greifen musstest. Und genau das macht den Unterschied zwischen einem kurzen Aha-Moment und einer nachhaltigen Veränderung im Umgang mit Geld.

Vertrauen, Sicherheit und wer sitzt am Steuer?

Wenn das Thema für dich neu ist, ist die Frage durchaus berechtigt: Gehört KI überhaupt in die persönlichen Finanzen? Simon sieht das ganz entspannt. «KI wird nach und nach in alle Bereiche unseres Lebens Einzug halten, auch in unsere Finanzen», sagt er. «Du entscheidest selbst, ob du sie nutzen willst oder nicht. Bei Yuh ist KI da, um dich zu unterstützen, aber nur, wenn du das möchtest.»
 
Schliesslich zwingt dich niemand dazu, mit einem Chatbot über deinen Lohn zu sprechen.
Yuhlia befindet sich derzeit in der Betaphase. Das bedeutet, dass das Feedback der Menschen, die sie nutzen, direkt in ihre Weiterentwicklung einfliesst. «Wir wissen, dass Vertrauen nur durch Zuverlässigkeit und Beständigkeit entstehen kann», betont Simon. «Deshalb nutzen wir das erste Feedback, um Yuhlia laufend weiterzuentwickeln und so nützlich wie möglich zu machen.»
 
Und wer bestimmt den Kurs? Du, natürlich! «Unsere Yuhsers bleiben am Steuer», erklärt Simon und vergleicht Yuhlia mit einem GPS. Sie hilft dir, die beste Route zu finden, übernimmt aber nicht das Steuer.

Was KI nicht kann (und warum das okay ist)

KI kann weder die Märkte vorhersagen noch Renditen garantieren oder Entscheidungen für dich treffen. Wer etwas anderes behauptet, ist nicht ehrlich. Die Stärke von KI liegt vielmehr in den alltäglichen Dingen: Sie erkennt Muster in deinen Ausgaben, erklärt dir deine Zahlen in verständlicher Sprache und unterstützt dich bei Entscheidungen, die du ohnehin treffen möchtest.

Wie geht es mit Yuhlia weiter?

Bei der Entwicklung eines KI-Assistenten für Finanzen hat Simon viel gelernt. «Übung macht den Meister», findet er. «KI lebt von kontinuierlicher Verbesserung und ständiger Weiterentwicklung: Was heute gilt, kann morgen schon überholt sein.»
 
Diese Denkweise hat auch seine eigenen Gewohnheiten verändert: «Das hat definitiv beeinflusst, wie ich KI ausserhalb von Yuhlia nutze. Heute formuliere ich meine Fragen nicht mehr vage, sondern gezielt. Und ich habe viel mehr Vertrauen in ein klar auf bestimmte Aufgaben ausgerichtetes KI-Tool, das mit den korrekten Daten arbeitet. Wenn man so ein KI-Tool entwickelt, wird einem klar: ‹Gute KI› ist oft einfach ‹KI, die genug über deine Situation weiss, um dir wirklich zu helfen›.»
 
Für die Zukunft stellt sich Simon vor, dass KI immer mehr automatisierte Arbeit übernimmt, während du weiterhin klar das Sagen hast, wenn es um das Festlegen deiner Ziele geht. «Ich möchte, dass Yuhlia zu einer leistungsstarken, vertrauenswürdigen Beraterin wird», erklärt er. «Sie soll in meinem Namen Entscheidungen treffen und handeln können und sich dabei strikt an meinen persönlichen Zielen orientieren.»
 
Was begeistert ihn an dieser Aussicht am meisten? «Im Moment ist Yuhlia richtig gut darin, zurückzublicken und zu erläutern, was passiert ist und warum. Mich begeistert vor allem der Wandel hin zu einem vorausschauenden Ansatz, der dich in Richtung deiner Ziele lenkt, noch bevor du selbst daran denkst, danach zu fragen. Details kann ich noch nicht verraten, aber die Richtung ist klar: weniger selbst nach Antworten suchen, mehr Voraussicht auf das erhalten, was du als Nächstes brauchst.» Wie es danach weitergeht, dazu möchten wir noch nicht zu viel verraten. Die Richtung ist aber klar: Yuhlia wird persönlicher und proaktiver und konzentriert sich immer stärker darauf, dich beim Erreichen deiner Ziele zu unterstützen.
💡 Tipp von Yuh
Öffne die Yuh-App und fang klein an. Frag Yuhlia, wie viel du diesen Monat für Take-away ausgegeben hast oder was deine grösste wiederkehrende Ausgabe ist. Überleg nicht lange, wie du die Frage formulieren sollst. Frag Yuhlia einfach so, wie du einen Freund fragen würdest.
 
Wenn du den Dreh raushast, geh einen Schritt weiter: Bitte Yuhlia, deine Ausgaben der letzten sechs Monate zu analysieren und Spar- oder Anlagemöglichkeiten aufzuspüren. Auch Simon würde mit dieser Frage beginnen, denn sie liefert meist die spannendsten Erkenntnisse.
 
Yuhlia befindet sich noch in der Betaphase und wird mit jeder Frage besser. Dein Feedback gestaltet ihre Zukunft aktiv mit. Wenn dir also etwas komisch vorkommt, sag uns Bescheid. Yuhlia verschafft dir den Überblick, aber wie es weitergeht, entscheidest du.